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geplante Obsoleszenz - das Ende aller Qualität und Nachhaltigkeit ...  


Helmut Becker
Posts: 10
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Joined: 2 years ago

wer so wie ich, sein Leben lang versucht war, beruflich als Techniker immer sein Bestes zu geben, muss am Ende seines Berufslebens feststellen, dass er in einem System lebt, in dem solche Tugenden nie wirklich gefragt sind, bzw. gefragt waren, zumindest so lange nicht, solange ich angestellt beschäftigt war. Das Problem mit dem wir Ingeneure seitens der Geschäftsleitung immer konfrontiert wurden, ist die zu erwartende Lebensdauer eines Produktes. Wir reden hier im Westen von einer Nachhaltigkeit, die es so ganz und gar nicht gibt und vom System auch nicht gewollt ist. In dieser Gesellschaft, in der Profite und Gewinne den Reichtum vieler Unternehmer sichern, zählt nur der Konsum - und der wird gesteuert von den Betriebsinhabern über die sog. geplante Obsoleszenz und das seit über 100 Jahren.

Mich macht dies deshalb um so ärgerlicher, als man versucht jeden Tag aufs neue den Konsumenten zu verdummen und ihm vozurgaukelt, nur was Neu ist - ist gut. Das dem eben nicht so ist, scheinen mittlerweile so langsam zumindest die älteren Verbraucher zu begreifen. Drucker, die nach 18000 Seiten Ihren Geist aufgeben, etc. und dann in Afrika auf den Deponien landen - super ! Mit den meisten Artikeln aus der westlichen Welt ist das so, dass muss man sich mal klar machen, bevor man sein nächstes neues Gerät kauft und hofft sein Glück damit sein zu machen.

Man muss mit dieser "Nachhaltigkeitslüge" entgültig Schluss machen und auf die Probleme gezielt hinweisen. Das es auch anderes geht, bewies schon in der Vergangenheit der Sozialismus mit seiner sog. Planwirtschaft ohne das da ein riesen Tamm Tamm um Nachhaltigkeit gemacht wurde, da war Qualität geplant und Produkte wurden wirklich NACHHALTIG für ein langes Leben produziert. Anders als bei uns, wurden dort die Rohstoffe immer schon schonend eingesetzt und möglichst langlebig und ausgiebig genutzt - ganz immer Sinne der Nachhaltigkeit und der Einsparung von Resourcen. So wurde die Lebensdauer einer Birne z.B. in den USA auf 1500 Std. begrenzt um deren Verkauf zu fördern, während die im Sozialismus bis 100000 Stunden überlebten und so ist das mit meisten Produkten aus dem Ostblock.

Da fragt man sich doch am Ende wer der dumme ist ?! Ich für meinen Teil z.B. liebe z.B. die Zuverlässigkeit russischer Röhren. Viel Fabriken gab es nicht - aber was von dort geliefert wurde, war und ist bis heute nur das beste, was ich als Techniker je in die Hand bekam. Darüber hinaus erlauben mir auch die Röhren eine ganz andere Konstruktion von Grund auf, weil sie einfach zuverlässiger in der angedachten Schaltung arbeiten und entsprechend den gemachten techn. Angaben auch leisten was zugesagt ist. Bei den europäischen Röhren musste ich da immer Abstriche vom eigenen Anspruch her machen, aus Angst, mir flöge der Kram um die Ohren. Überall stand die selbe Typenbezeichung drauf, aber jeder fertigte nach anderen Standards und das wird bei Austausch zum russischen Roulette im Verstärker.

Ich habe in meiner über 50 jähriger Berufspraxis nicht annähernd so viel russische Röhren entsorgen müssen, wie im Vergleich zu den Europäischen ( auch die sog. "namhaften" ). So fertigen und produzieren wir in Kassel AUDIOVALVE Verstärker nach "sozialistischen Maßstäben", ohne uns dessen wirklich bewusst zu sein, aber mit der Gewissheit, dies nachhaltig zu tun. Darum besser 10 Updates machen, als 5 x Neu kaufen.

Als gutes Beispiel kann ich hier auch die Röhren für SOLARIS, RKV und Luminare nennen, mit der Bezeichnung 6N5P, ebenfalls aus Russland, Baujahr 1989, also mal geade 30 jahre alt ?! Diese Röhren versehen Ihren Dienst in einer Weise in den Produkten, wie ich es von den US oder EU Produkten her nicht annähern kenne.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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