1982 / 2014

::: OTL Kopfhörerverstärker der Superlative für dyn. Kopfhörer mit 100 - 2000 Ohm ::: 

der älteste und erfolgreichste Highend Röhren - Röhrenkopfhörerverstärker der Welt ...

 

 

 

Der bisher in unserer Produktpalette mit Abstand erfolgreichste Röhrenverstärker, ist der 1982 entwickelte und in den Vertrieb aufgenommene RKV, was soviel heißt wie, RÖHRENKOPFHÖRERVERSTÄRKER. Traditionelle Röhrentechnik wurde hier über Bord geworfen und mit völlig unortodoxen Lösungswegen ein Konzept geschaffen, was bislang im Verstärkerbau einmalig geblieben ist. Aber auch auf modernste Halbleitertechnik wurde nicht verzichtet und so entstand ein Produkt, in welchem sich 40 Jahre Elektronik widerspiegeln. Das dt. Patentamt hat diese Idee 1984 unter der Nummer DE 3200 51 geschützt. Warum so könnte der Leser fragen - Kopfhörer verstärker ? Genügt da nicht mein Ausgang am Reseiver? Die Antwort lautet ganz einfach Nein. Gute dyn. Hörer benötigen für hohe Dynamiksprünge - wie sie z.B. von CD Playern kommen - aufgrung ihrer hohen Impedanz Spannungspegel, die weitaus höher sind als die Versorgungsspannung von Transistorverstärkern, die dafür evtl in Frage kommen wüeden. Dies gilt auch für HI-FI Anlagen. Hohe Pegel zu bringen war also eine Bedingung die der Verstärker erfüllen sollte. Darüber hinaus galt es Kurzschlußfestigkeit und ausgezeichnete techn. Daten zu erzielen, unter der besonderen Note des Röhrenklanges. Alle diese Eigenschaften besitzt das vorliegende Konzept.

Trotz Röhrenverstärker wollte man natürlich auf einen Übertrager verzichten. Wegen der Anpassung an hohe Abschlußimpedanzen bot sich das Konzept des OTL Prinzip`s an. Am klassischen Beispiel der sog. "eisenlosen Endstufe"  orientiert sich nun dieses Konzept und wurde unter Zuhilfenahme von Halbleitertechnik zu einer gelungenen Symbiose der Elektrophysik der letzten 60 Jahre. Auch alle negativen - die Röhre umgebenden  - Eigenschaften wie da waren, Alterung der Röhren, Toleranzen, Brummen, um einige aufgezählt zu haben, galt es zu eliminieren. Die im RKV befindliche Elektronik kann dies mit Bravour. Mit Hilfe eines qualitativ hochwertigen Op-Amp im Signalweg konnte ein Servokreis geschaffen werden, der alle o.a. neg. Eigenschaften ausregelt. Das geht sogar soweit, das der Arbeitspunkt unabhangig von Röhrenalterung autom. stabilisiert wird, sodas auch altgediente Röhren gut den Dienst weiter versehen, vorausgesetzt - sie sind funktionsfähig. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß durch diesen autom. Regelkreis selbst bei Verschleiß der Teile, keine Qualitatseinbuße in der Musikalität in Kauf genommen werden muß.In der Beurteilung des Klanges ist besonders die hohe Dynamik des Verstärkers hervorzuheben und der eben für Röhrenverstärker charakteristische Klang. Die Bässe kommen straff und gewaltig, die Mitten sind luftig und von einer sehr lebendigen Durchsichtigkeit, und im Hochtonbereich zeichnet eine sehr gute Auflösung verbunden mit transparenter Räumlichkeit. Am Markt befindliche Produkte, die da meinen, mit entweder kleiner Batteriespannung oder aber 40mWatt Ausgangsleistung Ihren Kopfhörer zu infernalischen Höchstleistungen treiben zu können, versagen hier einfach. Kostspielige Kopfhörer wie z.B. von GRADO oder AKG verlangen nach Leistung und da ist der RKV nun mal die einzige vernüftige Treiberquelle. Diese Eigenschaften besitzt derVerstärker natürlich auch bei seiner Verwendung als Linearverstärker in anderem Einsatz. Im übrigen treibt der Verstärker Impedanzen ab 50 - 2000 Ohm, womit der Anschluß auch mehrerer Hörer, solange die Gesamtimpedanz nicht zu niedrig wird, möglich ist. (Text: Lemgo, den 1982)

Diese Eigenschaften besitzt der Verstärker natürlich auch bei seiner Verwendung als Vorverstärker für Endstufen. In diesem Fall würde die Ausgangsspannung des RKV auf den 10 ten Teil reduziert und auf ein weiters Paar Cinchbuchsen der Geräterückseite gelegt. Das wäre dann schon der zweite Einsatzfall dieses Verstärkers.

 

Aber damit nicht genug - es gibt noch einen dritten Fall. Die Leistung des Verstärkers von fast 2 * 3 Watt ist auch geeignet um Lautsprecher zu treiben. Dazu bedienen wir uns des sog. "VERTO", der die Ausgangsinmedanz des RKV auf die der Größe von Lautsprechern reduziert, oder aber für STAX Kopfhörer herauf transformiert. Im Grunde also hochwertige Übertrager, welche die Ausgangsspannung unter bzw. übersetzten. Mit Lautsprechern ab 93 dB ist damit richtig Musik zu machen.

 

Technische Angaben:

  • OTL - transformer outless tube amplifier
  • Alps volume control
  • 1 pair 6,3 mm stereo jacket for headphones
  • tubes: 4 * PCL 805
  • power output: 3 watt per channel (200 ohm load)
  • bandwide: 15 - 100 000 hz
  • damping 3600 !
  • distortion 0,002 % at 1 Watt-200 Ohm load
  • max. output voltage 80V
  • sens. 0dBm
  • IC - controlled bias
  • class - a
  • power consumption 40 watt
  • size 360*200*120 mm (d.w.h.)
  • weidht 10kg  

    für STAX - Hörer bieten wir VERTO an, ein Step up / Step down Wandler für alle Impedanzen sowie Electrostaten und Magnetostaten.


Und hier der Test aus der STEROPLAY 1984 .....der erste von zig Test`s die in den Folgejahren erschienen.


Eine kleine deutsche Firma möchte mit einem Röhrenverstärker Kopfhörer zu Höchstleistungen anspornen.

KIein, aber fein

Test Kopfhörerverstärker

Helmut Becker, 30, hatte eine großartige Idee. Er wollte etwas konstruieren, was nirgendwo zu kaufen war. Und dafür gab es einen guten Grund.


stereoplay untersuchte im Test, ob der Dynamp der kleinen Firma Audio Valve in Lemgo das vom Konstrukteur versprochene Ziel erreicht. Immer dann nämlich, wenn er Lust hatte, seine HiFi-Anlage aufzudrehen, vermiesten ihm lauthals protestierende Nachbarn sein Klangerlebnis. Wenn er sich aber verärgert den Kopfhörer überstülpte, konnte er ebensowenig frohen Herzens genießen. Denn die Wiedergabe mit seinem 800-Mark-Verstärker konnte ihn nicht zufriedenstellen. Was lag also für den gelernten Elektronik-Techniker, der in der Medizingeräte-Technik tätig war, näher, als einen Kopfhörer-Verstärker zu bauen, der höchsten Qualitätsansprüchen gewachsen war?

In der Tat ist die Idee nicht schlecht, denn mancher HiFi-Freund, der Aktivboxen besitzt, muß auf Kopfhörer-Wiedergabe verzichten, wenn sein Vorverstärker keinen entsprechenden Anschluß besitzt. Es gibt aber auch Musikliebhaber, die aus Platz- oder Kostengründen nur Mittel-Klasse-Lautsprecher besitzen und über Kopfhörer Musik hoher Güte hören wollen - die weitaus billigste Art, HiFi zu erleben. Becker ist Anhänger der guten alten Röhrentechnik. Er studierte sehr genau gewisse Vorteile dieses einstmals glorreichen Bauelements gegenüber den modernen Halbleitern, die heute in allen HiFi-Komponenten zu finden sind. Für sein spezielles Vorhaben boten sich zwei Eigenschaften besonders an: Elektronenröhren können an hochohmige Lasten vorteilhaft angepaßt werden, wie sie dynamische Kopfhörer mit ihren typischen 600 Ohm darstellen. Und für elektrostatische Hörer, die nach extrem hohen Spannungen von einigen tausend Volt verlangen, bieten die Röhren geradezu ideale Voraussetzungen für harmonsches Zusammenspiel.

So ganz wollte der Erfinder aber auch nicht auf die heutige Halbleitertechnologie verzichten. Dort nämlich, wo

die Röhren eher Nachteile besitzen - etwa in der Eingangsstufe oder bei Kontrollaufgaben für die Endstufenröhren -, setzte er folgerichtig Transistoren und integrierte Schaltkreise ein. Der Dynamp besteht also aus einem sinnvollen Gemisch von Halbleitern und Röhren (Hybid-Verstärker), wodurch sich Becker ein gewisses Optimum verspricht.


Äußerlich demonstriert der Verstärker kaum sein komplexes Innenleben. Das simple, schwarze Lochbiech, das als Ab- deckung dient, erinnert eher an Billig-produkte als an ein Qualitätsgerät. Die goldeloxierte Frontplatte zeigt ebenfalls, daß Audio-Valve noch eine sehr junge Firma ist, die vom Marketing nicht allzuviel hält. Becker verzichtete bewußt auf teures Finish und steckte das Geld lieber in die Elektronik.


Zum Hörtest steckte der Dynamp am ,,Line"-Ausgang des Referenz-Vorverstärkers Onkyo P-3090. Als Kopfhörer diente der dynamische DT 880 Studio von Beyer (Test stereoplay 5/1982), den die Tester abwechselnd am Onkyo und am Dynamp betrieben. Es waren nur wenige Hördurchgänge mit unterschiedlichem Musikprogramm notwendig, um festzustellen, daß es gravierenden Unterschiede gab. Der Audio Valve reproduzierte über Kopfhörer alles, was in den Rillen steckte, sauber und natürlich. Untadelig und volle Kraft brachte er dynamische Passagen oder auch getragene Stellen. Solostimmen wie komplexe Orchester kamen über die Kopfhörer in brillanter Darbietung ohne jede Verfärbung.


Gerald 0. Dick,   Stereoplay 9/1982


 

 

 

                                                VERSION - 2014


 

 

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